Indien

Ein paar Eindrücke von den bisher erfolgten Hilfsmaßnahmen für die Flutopfer in Bihar in Indien

Ein paar Eindrücke von den bisher erfolgten Hilfsmaßnahmen für die Flutopfer in Bihar in Indien.
Eines unsere Partnerwerke die NIEA unter der Leitung von Dr. Alex Philipp hat uns von durch sie erfolgte Ersthilfsmaßnahmen aus Bihar Berichte und Fotos geschickt. Hier ist sehr gut zu sehen das schnelle unbürokratische und praktische Hilfe nötig ist, ankommt und von den Menschen, die alles oder fast alles verloren haben dankbar aufgenommen wird. 

Schwere Sturmschäden im Kinderheim von Alamathi (Südindien)

Der Zyklon kam praktisch ohne Vorwarnung. Mit Windstärken von 110 – 140 km/h wütete Vardah, so der Name des Wirbelsturms, über mehrere Stunden in der südindischen Metropole Chennai. Das Zentrum des Zyklons lag genau über der Stadt, und überall wurden Tausende von Bäumen entwurzelt, Stromkabel heruntergerissen, Dächer abgedeckt und Busse und LKWs umgekippt.

Ein besonderer Ausflug

Am 28 September 2016 machten sich alle Kinder aus unserem Kinderheim in Alamathi zusammen mit den Mitarbeitern frühmorgens um 8.30 Uhr zu einem großen Ausflug auf. Uns standen zwei Busse der St. Joseph Schule zur Verfügung. Wir sind Gott dankbar, dass er uns eine gute, sichere Reise  schenkte.

Unser erstes Ziel war das Eisenbahnmuseum in Perambur. Die Kinder bestaunten das Model einer Lokomotive und verschiedene Waggons. Die kleinen Zugfahrten, die wir dort unternehmen konnten, und auch das Spielen im Park machten allen großen Spaß.

Einweihung einer neuen Dorfschule in Bihar

Große Freude kam Mitte August in Aurahi auf, als die Einweihungsfeier für die erste Dorfschule mit vielen Gästen zelebriert wurde. Zusammen mit dem Partnerwerk NIEA konnte die Inter-Mission Deutschland jetzt dort ein neues Dorfentwicklungsprojekt (V13) ins Leben rufen. Im Araria Distrikt, wo der Ort Aurahi liegt, ist die Alphabetisierung bei Männern bei nur 34,8% und bei Frauen bei 22%. Trotz der offiziellen Schulpflicht in Indien für alle Kinder wurden hier nun neun- und zehnjährige Kinder erstmals in die Schule aufgenommen, nämlich in den Kindergarten!

Starke Überschwemmungen in Nordost-Indien

Wie es in den letzten 5 Jahren nicht mehr vorgekommen ist,  fällt seit Ende Juli  in Bihar stärkster  Regen und Flüsse treten über die Ufer. In Purnea, Kishangaj, Aria, Katihar, Madhepura, Supaul, Darbhanga, und Bhagalpurhabne haben schon mehr als  29000 Menschen durch die Überflutungen Ihre Behausung verloren. Viele Todesopfer sind zu beklagen. Auch die Ernten auf den Feldern werden stark in Mitleidenschaft gezogen.

Kinder von der Straße finden neues Leben

Die Heimleiterin unseres Rehoboth-Heimes in der südindischen Stadt V. berichtet, dass kürzlich die Mutter von zwei ihrer Kinder sich das Leben genommen hat. Sonia und Sharmila waren sehr traurig, dass es ihnen nicht gelungen war, ihre Mutter auf einen guten Weg zu bringen. Ihr Mann hatte sie längst verlassen und sie lebte in einer Elendshütte auf dem Bürgersteig, sammelte Abfälle und war von morgens bis abends betrunken. Hier hatten auch die beiden Mädchen früher gelebt, so wie die meisten Kinder, die heute im Rehoboth leben.

Extreme Wetterlage in Bihar, Indien

Schon seit mehreren Wochen übersteigen die Temperaturen im nördlichen Bundesstaat Bihar die 40° Marke. Nun hat am 7. Mai ein unerwarteter Sommer-Zyklon die Distrikte Araria, Purnea, Katihar und Madhepura mit starkem Sturm und Regen überrollt und z.T. massive Schäden angerichtet. Viele Landwirte haben ihre Ernte verloren und sind dadurch in große Probleme geraten. Zwei der Dorfschulen unseres Partnerwerkes NIEA wurden während der Schulzeit von Sturm und Regen überrascht.

Mottur

Die Stadt Vellore im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu ist Standort zahlreicher prominenter Firmen und Industrien. Aber hinter seinen lebhaften Geschäftsvierteln verstecken sich manche Elendssiedlungen. Eine davon ist ein lebender Friedhof namens Mottur – eine kleine Slum-Gemeinschaft, zu der ca. 100 Personen gehören.

Bihar im Winter 2015/2016

Welches Bild hat man in Kopf, wenn man an Indien denkt. Viele Menschen? Männer, die im Tempel eine Holzfi gur anbeten? Arbeiter in brütender Hitze? Oder Kinder, die sich freuen, weil sie gerade eine kleine Tafel Schokolade bekommen haben? Ich weiß nicht, was Sie vor Augen haben, aber sicherlich nicht, dass hier in Bihar (Nordindien) gerade tiefster Winter herrscht mit Tagen, an denen die Sonne oft nur ein bis zwei Stunden zu sehen ist.