Schwere Sturmschäden im Kinderheim von Alamathi (Südindien)

Schwere Sturmschäden im Kinderheim von Alamathi (Südindien)

Der Zyklon kam praktisch ohne Vorwarnung. Mit Windstärken von 110 – 140 km/h wütete Vardah, so der Name des Wirbelsturms, über mehrere Stunden in der südindischen Metropole Chennai. Das Zentrum des Zyklons lag genau über der Stadt, und überall wurden Tausende von Bäumen entwurzelt, Stromkabel heruntergerissen, Dächer abgedeckt und Busse und LKWs umgekippt.

Da man schwere Regenfälle erwartete waren die Schulen für einen Tag geschlossen. So freuten sich die Kinder des Inter-Mission Heimes in Alamathi über einen schulfreien Tag und ausfallende Examen. Man erinnerte sich an die schrecklichen Überschwemmungen vor einem Jahr und dachte, dass nichts Schlimmeres als dies kommen könnte. Aber niemand hatte mit dem wütenden Toben des Zyklons Vardah gerechnet.

Über Stunden peitschte der Sturm auf das Kinderheim ein und entwurzelte überall Bäume. Die Kinder waren verzweifelt und fürchteten um ihr Leben, aber ihr lautes Schreien ging im Lärm von Sturm und Regen völlig unter.

Die Kraft des Windes riss die Wellblechplatten von den Dächern der Versammlungshalle und der Mehrzweck-Gemeinschaftshalle und warf Wassertanks durch die Gegend. Die völlig verängstigten Kinder mussten mit ansehen, wie ihre schönen Bäume umstürzten, erlebten aber auch Gottes Bewahrung, denn viele Bäume fielen zwar neben ihre Wohngebäude, keiner aber stürzte direkt auf eines der Häuser. Selbst der große Baum, der auf das Toilettengebäude stürzte richtete keine Zerstörung an.

Da die Stromkabel heruntergerissen wurden war auch die Stromversorgung unterbrochen. Ab Sonnenuntergang blieb alles völlig dunkel, und es war nicht einmal möglich, das Essen für die Kinder zuzubereiten.

Als der Sturm nach Stunden endlich nachließ waren die Heimmitarbeiter entsetzt, das Ausmaß der Verwüstung zu sehen. Um das nächste Haus zu erreiche mussten sie über umgestürzte Bäume klettern oder unten durch kriechen. Der Haupteingang zum Heim war durch entwurzelte Bäume völlig blockiert.

Auch vier Tage später ist das Kinderheim immer noch ohne Strom und reguläre Wasserversorgung. Aufgrund der gewaltigen Schäden überall kann sich dieser Zustand noch mehrere Tage hinziehen. Jetzt gehen die Kinder wieder zur Schule, die älteren haben in diesen Tagen ihre Examen. Irgendwie muss alles ja wieder zur Normalität zurück kehren. Aber die praktischen Probleme sind noch riesengroß. Erst einmal wird der Stromgenerator wieder in Stand gebracht und das Heim wird mit einer Notbeleuchtung ausgerüstet, um Kindern und Mitarbeitern durch die nächsten Nächte Licht zu geben.

Es sind gegen 30 Bäume, die entwurzelt herum liegen. Sie alle müssen weggeräumt und das ganze Grundstück aufgeräumt werden. Dies betrifft auch verschiedene Bäume, die jetzt schief in der Gegend stehen. Die beiden großen Blechdächer der Versammlungs- und der Mehrzweckhalle müssen weitgehend erneuert werden, ebenso verschiedene Wassertanks. Und um die Sicherheit der Kinder weiterhin zu gewährleisten wird es nötig sein, das ganze Gelände in Augenschein zu nehmen und evtl. nötige Reparaturen durchzuführen.

Inmitten dieser schwierigen Situation sind die Kinder und Mitarbeiter im Alamathi-Heim  fröhlich und dankbar dafür, dass sie alle noch am Leben sind. Niemand von ihnen hat Schaden genommen. Sie wissen, dass Gott sie durch den Sturm bewahrt hat, und sie sind ihm und allen, die für sie beten und sie unterstützen sehr dankbar.


Wenn Sie mithelfen möchten, die Schäden im Kinderheim Alamathi zu beheben, können Sie dies mit einer

Spende auf das Konto der Inter-Mission tun (IBAN: DE63 5206 0410 0000 6167 61)

unter dem Kennwort „Zyklon Chennai“. Auch in anderen Einrichtungen der Inter-Mission, z.B. im Berufsbildungszentrum von IID in Pallavaram, sind massive Schäden entstanden, die behoben werden müssen. Überdies plant die Inter-Mission auch Hilfsmaßnahmen unter der armen Slumbevölkerung in Chennai. – Für alle Ihre Hilfe zugunsten der Kinder und der armen Bevölkerung bedanken wir uns sehr herzlich!