Start des Ebola-Hilfsprogramms für Witwen und Waisen

Start des Ebola-Hilfsprogramms für Witwen und Waisen
Michael Miezal
Michael Miezal
Beauftragter der IM Deutschland für Sierra Leone

Diesen Beitrag schreibe ich kurz nach meiner Ankunft in Sierra Leone. In einer Grundschule in Grafton fand soeben ein Treffen mit Ebola-Witwen statt, die durch Spenden aus dem Weihnachtsprojekt unterstützt werden sollen. Das kleine Lehrerzimmer füllte sich immer mehr mit Frauen, die ihre Männer - und in den meisten Fällen weitere Familienmitglieder - durch Ebola verloren haben. Nie zuvor war ich in einem Raum mit so viel Traurigkeit. Einige Frauen erzählten. Die Stimmung war beklemmend. Samuel, Mitarbeiter von Cotton Tree Foundation, ist bereits seit ein paar Tagen hier, um Ebola-Waisen und -Witwen zu registrieren. 


Aber es sind sehr viele. Zu viele, als dass wir allen helfen könnten. In der Hoffnung, dass noch weiterhin Spenden eingehen, bitte ich Samuel, zumindest noch eine Frau zusätzlich auf die Liste zu schreiben: Mariatu Mansaray. Sie hat Ebola überlebt und macht einen starken und fast trotzigen Eindruck, als sie uns ihre Entlassungsurkunde aus dem Krankenhaus zeigt. Aber als sie erzählt, dass sie die einzige Überlebende ihrer Familie ist und acht Angehörige der Epidemie zum Opfer gefallen sind - darunter ihr Ehemann, ihre Mutter und alle drei Kinder - laufen ihr die Tränen über das Gesicht. Das Trauma ist greifbar, die Not extrem. Immerhin können wir einen kleinen Beitrag leisten, der Witwen und Waisen eine Hilfe ist. Für alle bisherige Unterstützung danken wir herzlich. 
 


Weitere Spenden für die Ebola-Opfer werden gern entgegen genommen.

 


Ein ausführlicher Bericht folgt.