Kurmi Tola: Hoffnung für ein Dorf

Kurmi Tola: Hoffnung für ein Dorf
Kurmi Tola: Hoffnung für ein Dorf

Das Dorf Kurmi Tola liegt in einem abgelegenen Teil des Bundesstaates Bihar, einem der ärmsten Gebiete Indiens. Die Einwohner gehören zum Volk der Musahar, einer Untergruppe in der untersten indischen Bevölkerungsschicht, den  “Unberührbaren”. “Musahar” bedeutet “Menschen, die Ratten essen”. Die Familien sind groß mit vielen Kindern, und mehrere Generationen hausen in einer primitiven Hütte. Die Männer erhalten als Tagelöhner in der Land- oder Forstwirtschaft nur einen geringen Lohn, manchmal in Geld, manchmal nur in Form von landwirtschaftlichen Produkten. Kaum jemand kann lesen, Schulbesuch hält man für nutzlos. Der Stamm hat eine eigene Religion, man verehrt die verschiedenen Götter ihrer Familien, ihres Dorfes und weitere Hindu-Götter. Im Krankheitsfall gibt es keine Hilfe, denn in ihrem Gebiet fern jeder Zivilisation wurde bislang keinerlei medizinische Versorgung eingerichtet. Alles in allem sind die Lebensbedingungen extrem rückständig und die Zukunftsaussichten für die Kinder düster.

Die Inter-Mission hilft zusammen mit der dort tätigen indischen Missionsgesellschaft NIEA den Kindern dieses Dorfes und versorgt sie mit gesunder Verpflegung, reinem Trinkwasser, Kleidung, regelmäßigem Schulbesuch, Hausaufgabenhilfe und ärztlicher Betreuung. Sie verbleiben in ihren Familien, werden aber durch eine persönliche Patenschaft unterstützt

Unterricht und Versorgung: 
Mittlerweile besuchen 186 Kinder die Schule. Sie werden mit der in Indien üblichen Schuluniform, mit Schulbüchern und Lernmaterialien ausgestattet und erhalten zwei Mal täglich eine nahrhafte Mahlzeit. Außerdem werden ihnen Hygieneartikel wie Seife und Zahnbürsten zugeteilt und sie nehmen regelmäßig an einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung teil.

Die insgesamt sieben Lehrer unterrichten nicht nur nach dem üblichen Lehrplan, sondern geben zusätzlich Förderunterricht für Kinder mit Lernschwächen.

Stärkung der Familien:
Monatliche Elternabende zu Themen wie Lebensführung, Familienberatung, Gesundheitsfürsorge usw. helfen den Eltern, zunehmend die Bedeutung von Bildung und Kindesentwicklung zu verstehen.

Christliche Unterweisung:
Morgendliche Andachten und Gebet gehören ebenso zum Schulalltag wie das Singen christlicher Lieder. Die meisten Kinder und einige ihrer Eltern nehmen an Aktivitäten der Dorfkirche teil und werden regelmäßig von christlichen Mitarbeitern besucht.

Geplante Anschaffungen und Aktivitäten:
Sport- und Spielausrüstung für Jungen und Mädchen, neue Materialien und Spielzeug für die Vorschule, Fortbildung für Projektmitarbeiter und Lehrer, Vorbereitung der Weihnachtskarten für die Unterstützer.