Der unerwartete Zyklon

Der unerwartete Zyklon

Der unerwartete Zyklon, der am 21. April über Teile Bihars fegte, forderte 43 Todesopfer und richtete schwere Verwüstungen an. Besonders die Region um Purnia, wo unser Partnerwerk NIEA (Dr. Alex Philip) angesiedelt ist, wurde stark betroffen. Unser Mitarbeiter Rudi Stebner, der dort seit einem Jahr mit seiner Familie lebt, schickte folgenden Bericht: "Der Sturm überraschte uns vorgestern abends von 22:00 bis 22:30 Uhr. So was habe ich noch nie erlebt. Es war mehr hell als dunkel (wegen der Blitze) und wir hatten genau ein Donnergeräusch, ca. 25 Minuten lang, mal lauter mal leiser. In der Umgebung hat es einige Häuser flachgelegt, viele Stroh und Wellblechdächer wurden weggeweht. Bei uns im Campus ist das Klo und Bad der Jungs total eingestürzt, Zäune und Dächer lagen durcheinander herum, die Kirche teils abgedeckt, die kleineren Gebäude wie Küche beschädigt. Einige Bäume und Blumen komplett entwurzelt, viele abgeknickt. Schade, jetzt kurz vor der Mango und Litschi-Saison ist 80% der Ernte dahin. Sind seit 2 Tagen dabei, den Campus aufzuräumen und so viel wie möglich wieder herzustellen. Stromkabel waren/sind an mehreren Stellen gerissen. Das Gebäude der Mädchen (Heim der Missionarskinder) hat wohl größere Schäden abbekommen: das obere Stockwerk , welches hauptsächlich aus Bambus bestand, hat es komplett zerlegt. Aber was genau außerhalb des Campus passiert ist kann ich nicht sagen, da ich bisher nur Bagsagat (das neue Jungenheim im Bau) und ein Mädchenheitm besucht habe. In Bagsagath wurden die alten Bambushütten übrigens auch total flachgelegt. Purnia war wohl am Schlimmsten dran, allein in unserer Umgebung wurden min 25 Todesfälle bestätigt. Am schlimmsten dran sind wieder die, die auch so schon ein schweres Schicksal haben: die Armen. Bitte betet für die Betroffenen hier und dankt, dass keinem unserer Kinder und Mitarbeiter irgendetwas passiert ist."