Berufsausbildung

Berufsausbildung

In Indien, wo der Schwerpunkt seit vielen Jahren auf rein akademische Ausbildungen gelegt wird sind solide handwerkliche Ausbildungsangebote wichtiger denn je, denn der Arbeitsmarkt bietet heute für gut ausgebildete Männer und Frauen vielfältige Möglichkeiten. IID (Inter-Mission Industrial Development Assn.) hat im Laufe der Jahre einen für indische Verhältnisse hohen Standard in der beruflichen Ausbildung junger Leute entwickelt, zumal die jungen Leute nicht nur beruflich geschult, sondern auch in ihren Persönlichkeiten und Verhaltensweisen bewusst positiv geformt werden.

Anerkannte Ausbildungen

Im Zentrum in Pallavaram, Chennai, können junge Männer in dreijährigen Ausbildungen die Berufe Tischler und Schlosser, bzw. Mechaniker, sowie Blechschlosser erlernen. Das Zentrum bietet Platz für 50 bis 60 Lehrlinge, die dort auch in einem Wohnheim zusammen leben und in einer parallel verlaufenden Jüngerschafts-Schulung aktiv geistlich gefördert werden. Die Ausbildung führt zu einem staatlich geprüften Berufsabschluss. – Diese Lehrlinge können über persönliche Patenschaften unterstützt werden.

Job-orientierte Ausbildungen

Für junge Leute, die keinen Schulabschluss vorweisen können, wurde das Konzept der sog. Community Colleges eigeführt. In ein- bis zweijährigen informellen Ausbildungen, die auf die speziellen Bedürfnisse des Arbeitsmarktes abgestimmt sind, wird hier jungen Leuten eine effektive Vorbereitung auf offene Arbeitsstellen geboten. Junge Frauen können z.B. ein Diplom als Schwesternhelferin, Mode-Designerin/Schneiderin, sowie in Computer-Anwendung, Handel und Labor-Technik erlangen, jungen Männer als Haus-Elektriker, Kühlschrank- und Klimaanlagen-Techniker und in Computer-Anwendung und Computer Hardware. Community Colleges werden an verschiedenen Stellen in und um Chennai, aber auch in Pune geführt. – Die Unterstützung der einzelnen Auszubildenden ist über sog. Muster-Patenschaften möglich.

Patenschaften

Kumar stammt aus einer armen Hindu-Familie in der untersten indischen Bevölkerungsschicht ("Unberührbare"). Sein Vater hatte eines Tages Frau und Sohn verlassen. Der Mutter, einer einfachen Tagelöhnerin ohne festen Arbeitsplatz, fiel es dann sehr schwer, allein für sich und ihren Sohn zu sorgen. Oft ist sie ohne Verdienst, denn in ihrem Ort gibt es viele Arbeitsuchende und zu wenig Arbeit. So war es seit dem Verschwinden des Vaters ein kümmerliches Leben. Unter diesen Bedingungen war es ihr nicht möglich, für ihren Sohn die Kosten einer qualifizierten Lehre aufzubringen. Deshalb wurde dessen Berufsausbildung, verbunden mit christlicher Unterweisung, von der Inter-Mission übernommen. Er erhält in unserem Ausbildungszentrum T 1 in Chennai -Pallavaram (mit Wohnheim) eine solide Ausbildung zum Schweißer.