Projekte in Gambia
ENGAGEMENT GEGEN PERSPEKTIVLOSIGKEIT
Gambia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Drei Viertel der ländlichen Bevölkerung leiden unter Armut und Hunger. Fast ein Fünftel der Kinder unter fünf Jahren ist untergewichtig. Die medizinische Versorgung ist nicht gut. Wirtschaftlich steht das Land sehr schlecht da. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, viele Menschen können sich das Schulgeld nicht leisten und auch die Lebensmittelpreise verteuern sich, da Gambia fast ausschließlich von Importen lebt.
EINE KRANKENPFLEGESCHULE ENTSTEHT
Gute Projekte beginnen mit Ideen und dem Engagement von Menschen, die für ihre Mitmenschen Perspektiven schaffen. Das trifft auch auf die „ECG Sibanor School for Enrolled Community Health Nurses and Midwives“ zu, unsere neue Krankenpflegeschule.
Vor 50 Jahren gründeten WEC-Missionare im ländlichen Westgambia ein Gesundheitszentrum, um medizinische Hilfe anzubieten. Sie leisteten wertvolle Dienste und retteten vielen das Leben. Bis 2014 bildeten sie auch Pflegekräfte aus, nicht staatlich anerkannt. Dann übergaben sie ihre Einrichtung an die gambische Kirche, eine neue Ära wurde eingeleitet.
2019 erstellte die ev. Kirche hier konkrete Pläne für die künftige Ausbildung von Krankenschwestern, -pflegern und Hebammen für ländliche Gegenden und suchte Personal im In- und Ausland. Später wurden auch einige Deutsche von Coworkers nach Sibanor entsandt, in eine typisch afrikanische Kleinstadt mit 5.000 Einwohnern. Gemeinsam legten sie die Grundlage für eine neue Ausbildungsstätte für Pflegepersonal. Wichtig war vor allem die staatliche Anerkennung, die zahlreiche Telefonate, Behördengänge, Dokumente und viel Arbeit am Lehrplan erforderte.
Im Februar 2023 zahlten sich die Bemühungen aus, die Schule wurde anerkannt. Die Suche nach Auszubildenden begann über soziale Medien und persönliche Netzwerke. Am 15. Juli 2024 startete die erste Gruppe von zwölf angehenden Dorfgesundheitshelfern, zwei Jahre im Blocksystem: Theorie an der Krankenpflegeschule mit Praxiseinsätzen in Kliniken.
Die Einführungswoche begann mit gruppendynamischen Spielen und Lektionen, um ein gesundes Lernumfeld zu schaffen, den Gruppenzusammenhalt zu stärken und gegenseitiges Verständnis und Hilfsbereitschaft untereinander zu fördern. Im November 2024 endete eine bemerkenswerte erste Phase mit Unterricht voller Elan und praktischen Demonstrationen aller Verfahren, dazu wöchentliche Tests zur Bewertung des Verständnisses der behandelten Themen. Dafür wurden erfahrene Lehrkräfte aus dem Gesundheitsministerium und staatlichen Krankenpflegeschulen eingesetzt.
Die Inter-Mission unterstützt hier seit Ausbildungsbeginn.
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